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Kriegsdienstverweigerung

Kriegsdienstverweigerung (KDV)

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  1. KDV
    1. Warnung
    2. Einleitung
    3. Anleitung
    4. Siehe auch:
  2. Meinung
    1. Warnung
    2. Meinungen
    3. Parteien
    4. Gleichberechtigung:
    5. Freiwillig?
    6. Wer profitiert?
    7. Schlusswort:
  3. Siehe auch:

KDV

Kriegsdienstverweigerung auch KDV genannt

Warnung

Bevor wir starten: Holen Sie sich einen rechtlichen Rat. Informieren Sie sich selbst. Gesetze ändern sich ständig. Diese Seite ist eine Hilfestellung, keine Rechtsberatung. Ich bin kein Rechtsberater. Nutzung auf eigene Gefahr.

Informieren Sie sich selbständig. Es kann sogar schon jetzt sein, dass diese Informationen veraltet sind.

Einleitung

AKTUELL IST DER WEHRDIENST FREIWILLIG

Ich habe das so aufgebaut, dass die Einleitung zur Kriegsdienstverweigerung an erster Stelle steht und der Rest danach folgt, denn Sie sind wahrscheinlich eher an der Anleitung interessiert als an den Hintergründen.

Es geht nicht darum um eine Hysterie zu erschaffen, sondern sich vorzubereiten.

Kriegsdienstverweigerung ist keine Feigheit, sondern Freiheit


Anleitung

0 Beruhigen Sie sich erstmals

1 Kontaktiert?
Haben Sie Post von Bundeswehr, Karrierecenter oder einer Behörde zum Thema Wehrdienst, Musterung oder Bereitschaftserklärung erhalten?
JA:
Gehen Sie zum nächsten Schritt.
NEIN:
Sie müssen aktuell nichts unternehmen.
Wenn Sie aber ein Mann zwischen 18-45 Jahren sind, können Sie gerne weiterlesen und sich dieses Wissen für den Ernstfall im Hinterkopf behalten.
Senden Sie keinen frühzeitigen KDV-Antrag, da dies eine Musterung auslösen und Sie auf den Radar der Behörden setzen kann.1
Im Spannungsfall senden Sie Ihren Antrag SOFORT ein (mit Einschreiben/Einwurf).
“Zivilisten, die noch keinen Kontakt mit den Militärbehörden […] haben empfehlen wir nicht den Weg der freiwilligen Musterung als Voraussetzung für den KDV-Antrag […].” 2

2 Sind Sie Betroffen?
Testen Sie es unter:
https://kdv.dfg-vk.de/
Wenn Sie nicht betroffen sind, müssen Sie nichts machen. Sie können aber gern eine “böse” E-mail an die Regierung schreiben.

3 Geld
Sparen Sie parallel Geld für einen Rechtsberater für den Ernstfall. Ca. 1000 Euro. (In der Regel ist die erste Sitzung mit einem Anwalt ca. 200 Euro. Und wenn die Lage ernst wird, kann es mehr kosten. Deshalb ist mehr Geld besser zu haben als zu wenig.) Und wenn man am Ende alles geregelt hat, können Sie das Geld für sich selbst nutzen.


4. Antrag

Folgendes muss der Antrag enthalten

  1. Im Anschreiben soll folgendes stehen
    • “Hiermit verweigere ich nach Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes aus Gewissensgründen den Kriegsdienst mit der Waffe”
  2. tabellarischen Lebenslauf
  3. Begründungsschreiben (ca. DIN-A4, selbständig, keine AI , ehrlich)

Vermieden Sie aber im Begründungsschreiben (wenn Sie es nicht persönlich begründen können) folgendes:

  • Rein politische/religiöse Argumente ohne persönliche oder ethische Verknüpfung
  • Pauschale Parolen/Anekdoten ohne individuelle Wertung

-> Stattdessen “Frag dich viel mehr, wie du dich fühlen würdest, wenn du im Krieg wärst: Was empfindest du[…]” 3


BEISPIEL:

Begründungsschreiben

Dies ist EIN Beispiel für eine Kriegsdienstverweigerung.
Die Verwendung einer vorgefertigten Vorlage hrt zur Ablehnung, da das Schreiben keine persönliche und authentische Darstellung ist.

Formulieren Sie ihren eigene Begründungsschreiben.
Passe es an deine echte Geschichte an. Man kann auch Belege beifügen.
Für “echte” Kriegsdienstverweigerung fragen Sie einen Anwalt oder einen Rechtsberater.

Optional können Sie das Begründungsschreiben handschriftlich verfassen, um authentisch zu wirken.

BEISPIEL für Begründungsschreiben:

Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer gemäß Art. 4 Abs. 3 GG
[Ihr Name, Adresse, Datum]
Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr
Wehrersatzbehörde
[Ort, Adresse]
(Informieren Sie sich selbständig, wohin Sie es absenden müssen.)

Hiermit verweigere ich nach Artikel 4 Absatz 3 des Grundgesetzes aus Gewissensgründen den Kriegsdienst mit der Waffe

1) Meine Weltanschauung

Ich folge einer humanistischen Weltanschauung, die die absolute Gleichwertigkeit aller Menschen voraussetzt und Gewalt als grundsätzlich unmoralisch ablehnt.
[Oder andere Begründung nennen]
Diese Überzeugung verbietet mir jede Form von Gewaltanwendung, da sie die Menschenwürde verletzt und mit meiner ethischen Grundhaltung unvereinbar ist. Deshalb verweigere ich grundsätzlich jeden bewaffneten Dienst.

2) Wie ich zu dieser Überzeugung gekommen bin?

Schon früh habe ich durch familiäre Konflikte und Nachrichten über Kriege erkannt, dass Gewalt für mich immer mit Leid verbunden ist und für mich keine akzeptable Lösung darstellt.
Es berührt mich immer tief, wenn ich sehe, wie Menschen leiden und sterben. In Filmen handelt es sich nur um Darsteller, doch bei realen Nachrichten über Krieg und Gewalt empfinde ich Mitgefühl und Trauer, sodass ich mich innerlich mitverantwortlich und schuldig fühle.
[Auch andere Beispiele nennen, z.B. Dokumentationen über Kriege oder Begegnungen.]

Durch intensives Nachdenken über [z.B. Gandhi, Humanismus, Pazifismus, moderne Philosophie, Religion] habe ich seit [z.B. 3 Jahren oder mehr] eine feste pazifistische Haltung entwickelt.
Ich löse Konflikte im Alltag durch Dialog und andere gewaltfreie Mittel. Diese Prinzipien sind mein Leitbild geworden.
[Bei Streit mit Familie/Kollege/Mitmenschen suche ich immer einen Gespräch oder wende andere gewaltfreie Lösungen. Nenne auch andere Beispiele.]

[Persönliche Beispiele nennen. Vielleicht auch andere Vorgehensweise. Es soll persönlich sein. Z.B. „Bei X-Konflikt habe ich Y gemacht“
Optimal: Beweise und Beleg erwähnen wie z. B. Zeugenaussagen, die es nach einer Befragung auch bestätigen werden.]

3) Warum ich keinen bewaffneten Dienst leisten kann
Für mich ist jede Form von Töten oder Verletzen, direkt oder indirekt, in jedem Krieg oder Konflikt absolut unmöglich. Selbst bei „Verteidigung“ oder Befehl würde ich mich lebenslang schuldig fühlen und mein Gewissen zerstören. Ich könnte keine Waffe anfassen, ohne mein Gewissen dauerhaft zu belasten. [Wenn Sie aber einen Waffenschein haben, sollten Sie einen anderen Satz verwenden]

Deshalb verweigere ich bedingungslos jeden Kriegsdienst mit der Waffe:
Aufgrund meiner [Bsp. pazifistischen und humanistischen] Überzeugung [oder andere] kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, einen Menschen direkt oder indirekt zu verletzen oder zu töten. Deshalb lehne ich in jedem möglichen Krieg oder Konflikt jede Beteiligung an bewaffneten Handlungen, jeden Dienst an der Waffe, jeden unterstützenden Dienst, der mit militärischer Gewalt verbunden ist, und jede Form militärischer Gewaltanwendung bedingungslos ab.

Diese Gewissensentscheidung ist absolut verbindlich und lässt keine Ausnahmen zu.

[Ihr Name, Unterschrift]


5. Warten auf Bestätigung
Es wird ca. 1-9 Monate4 oder mehr dauern bis Sie eine Antwort erhalten. Wenn Ihr Antrag abgelehnt wurde, so können Sie ein erneutes, verbesserten, Antrag senden.


Wenn Sie unsicher sind, können Sie Folgendes Kontaktieren:

https://kdv.dfg-vk.de/kdv-antrag/


Siehe auch:


Meinung

Warnung

Ab diesem Abschnitt äußern wir unsere Meinung zur Gesamtlage, die sich klar gegen das System richtet. Es wäre ratsam, diese Seite als Link in offiziellen Schreiben nicht anzugeben oder bei der Kommunikation mit Beamten wegzulassen, da diese Kritik oder abweichende Meinungen ohnehin nicht akzeptieren und reine Sachtexte bevorzugen. Wir haben unsere Sichtweise trotzdem hier bewusst belassen, weil wir der Überzeugung sind, dass dieses System tiefgreifende Probleme aufweist.


Meinungen

CDU/CSU und SPD nennen es Sicherheit,
wir nennen es Zwang.
Frauen entscheiden, Männer gehorchen.
Sexismus im Gesetz und im Parlament.

Ich persönlich würde nicht SPD und CDU/CSU wählen.


Parteien

Haben für den “Modernisierung des Wehrdienstes” gestimmt. (Und somit den Militarismus verstärkt und Freiheit begrenzt.)

ParteiAbgeordnetenDafür DagegenEnthaltung Nicht beteiligt
🟥CDU/CSU208206002
🟥SPD120117102
🟩AfD1510138013
🟩Die Grünen8507717
🟩Die Linke6405509
🟩fraktionslos20101

Quelle:
https://www.abgeordnetenwatch.de/bundestag/21/abstimmungen/modernisierung-des-wehrdienstes#poll-content


Gleichberechtigung:

Gesetz:
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_3.html

Bei Militär wird Gleichberechtigung ignoriert.
Wir fordern Gleichheit aber erlassen Gesetze, die sie brechen. Wie können wir denen da oben vertrauen? Wenn Parteien keine Werte haben, sollte man ihnen kein Wort glauben.

Feministen schreien laut für Gleichberechtigung.
Feminismus wird laut bei Quoten und Sprache und stumm, wo es um Wehrpflicht und den Ernstfall geht.
Beim Militär schweigen sie. Warum? Es wirkt, als ginge es nicht um Gleichheit für alle geht, sondern nur für Frauen, wo es passt. Sonst keine.
(Ich habe keine Feministen gesehen, die gegen das Militär kämpfen.)

Schlusswort:

“Gleichberechtigung gilt, solange sie nicht stört.”

Wer Männer als “potenzielle Soldaten” erfasst, aber Frauen ausnimmt, trifft eine klare Stellung:
Das männliche Geschlecht ist Staatsressource. Nicht Individuum. Nicht frei.


Freiwillig?

CDU/CSU und SPD haben im Dezember 2025 ein Gesetz beschlossen, das ab 2026 alle 18-jährigen Männer verpflichtet, einen Wehrfragebogen auszufüllen – bei Bußgeld bis 1.000 €. Frauen? Freiwillig.

“Freiheit bedeutet für diese Koalition: Freiheit für uns, Pflicht für euch.”

Es ist bemerkenswert, mit welcher Selbstverständlichkeit hier die Freiheit neu verhandelt wird während man gleichzeitig beteuert, die Demokratie zu stärken.

“Wir zwingen niemanden zum Dienst.”

Aber wir zwingen ihn:
Zu melden.
Zu mustern.
Den Fragebogen auszufüllen.
Verfügbar zu sein.

Das nennt man dann “Freiwilligkeit mit Ausnahmen” oder auch “Zwang”.

Man könnte meinen: Das ist kein Zufall, sondern System.

Wenn es wirklich Freiwillig wäre, würde der Fragebogen auch freiwillig sein.
Oder man würde einen Brief senden, worin steht: “Wollen Sie in das Bundeswehr beitreten? Wenn JA, dann gehen Sie auf die Website X und beantworten Sie die Fragen. Anderseits ignorieren Sie den Brief.”

Wer profitiert?

Nicht die, die gehen müssten.
Nicht die, die fragen.
Sondern die, die entscheiden – und dabei bleiben, während andere handeln.

“Kämpft. Wir regieren weiter.”

Das steht im Protokoll (Gesetz).


Schlusswort:

Es geht nicht um Wehrdienst. Es geht ums töten oder getötet zu werden. Im schlimmsten Fall werden Sie irgendwohin verfrachtet, wo du nicht hinwolltest und kommst nicht mehr zurück.5


Siehe auch:


Fußzeilen

  1. https://www.nd-aktuell.de/artikel/1198052.wehrpflicht-tipps-zur-kriegsdienstverweigerung.html
    https://www.friedenskooperative.de/friedensforum/artikel/wie-geht-kriegsdienstverweigerung-heute ↩︎
  2. https://www.idk-info.net/themen/kriegsdienstverweigerung/ ↩︎
  3. https://kdv.dfg-vk.de/nicht-gemustert/ ↩︎
  4. bafza.de unter “Wie lange dauert die Bearbeitung eines Antrages?” ↩︎
  5. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/193958/umfrage/todesfaelle-bei-bundeswehrangehoerigen-im-einsatz-nach-einsatzgebiet/
    https://de.wikipedia.org/wiki/Bundeswehreinsatz_in_Afghanistan
    https://de.wikipedia.org/wiki/Auslandseins%C3%A4tze_der_Bundeswehr ↩︎

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